RSV Roßdorf – Spvgg. 4:1 (1:0); Reserve 4:2

RSV Roßdorf – Spvgg. 4:1 (1:0); Reserve 4:2

Zu dem mit Spannung erwarteten Nachbarschaftsderby fand sich bei frühlingshaften Temperaturen eine stattliche Zuschauerzahl
ein. Die Mannschaftsaufstellung zeigte sich im Gegensatz zum letzten Spieltag auf zwei Positionen anders formiert. Thomas Sch. war zurück, zudem war die Sperre von Dennis endlich abgelaufen.
Ingo hütete weiter für den Diensttuenden Sven das Tor. Unsere Elf mischte von Anfang an gut mit. Nicolai lies ärgerlicherweise in der 4. Minute eine Großchance liegen. In der 9. Minute dann der
Treffer des RSV, dem aus Sicht unserer Verteidiger eine klare Abseitsstellung vorausging. Ingo war gegen den Heber ebenso chancenlos wie Marco gegen die gelbe Karte wg Meckerns. Im weiteren
Verlauf hielt unsere Mannschaft gut mit und gestaltete das Spiel durchaus offen. Schon traditionell in der 30. Minute gelb für Patrick, der seinen Gegenspieler in einer Spielunterbrechung
zur Seite schubste. Nicolai zog in der 34. Minute von halbrechts aus 20 Meter ab, der Schuß klatschte auf die Latte. Thomas holte sich in dem hart umkämpften Spiel in der 42.
Minute ebenfalls eine gelbe Karte ab. Die Frage sei erlaubt, wie es sein kann, dass die Gegenspieler von Dennis und insbesondere Nicolai eine Halbzeit ohne Würdigung des
Schiedsrichters durchspielen können. Ja, beide sind sehr schnelle Spieler, aber wenn teilweise zu dritt die Gegenspieler, ohne Chance den Ball zu erreichen, auf sie eintreten, muss man sich schon
wundern, wenn die beiden nicht ausrasten.

Unmittelbar nach dem Anstoß zur zweiten Halbzeit dann das Gastgeschenk an die Hausherren. Anstatt den Ball unbedrängt auf die
Amöneburg zu schießen, flog der Ball mittels halbherzigem Abwehrversuch quer in unseren Strafraum, der RSV-Stürmer dankte und legte den Ball zum 2:0 ins Netz. In der 64. Minute dann der
überflüssige Auftritt von Patrick. Nach einem verlorenen Zweikampf ging er hinter seinem Gegenspieler her und holte ihn von den Beinen. Logisch der Platzverweis mit gelb-rot. Bei allem
Verständnis für seine Spielweise, aber Trainer und Spieler sollten sich die Frage stellen, ob es Sinn macht, immer wieder durch solche Aktionen die Mannschaft zu schwächen. Wie aus
sieben (!!) Spielen zuvor schon bekannt, machte die Mannschaft das beste daraus. Thomas Sch. nutzte in der 72. Minute einen Freistoß zum Anschlußtreffer. Das zarte Pflänzchen Hoffnung erfuhr
nur eine Minute später einen erneuten Dämpfer. Ein abgefälschter Schuß aus halbrechts fand unhaltbar für Ingo den Weg ins Tor. Die Mannschaft lies trotzdem nichts unversucht und spielte weiter
auf Angriff. Dadurch war die Abwehr entsprechend entblößt und der RSV kam zu einem weiteren Treffer zum 4:1 in Minute 79. Die Gelegenheit zur Ergebnisverbesserung nutzte Thomas Sch. in der
84. Minute nicht. Sein Elfmeter, halbhoch in die linke Ecke geschossen, wurde von dem RSV-Torhüter gut pariert. Das passte dann zu dem gebrauchten Tag. Festzuhalten bleibt, im Derby war mehr
drin, als es der am Ende glatte 4:1 Sieg des RSV aussagt, Dies galt auch für unsere Reserve. Die verlangte dem Tabellenführer der Reserve-Runde alles ab. Das 4:2 ist ebenfalls deutlicher,
wie es er Spielverlauf hergab.

Zum Rückrundenauftakt kommt der SSV Hatzbach als designierter
Aufsteiger. Auch wenn es nicht einfach wird, drücken wir die Daumen, dass deren makellose Bilanz von 15 Siegen und einem Unentschieden vielleicht doch einen Kratzer abbekommt.

Fazit zur Vorrunde in der A-Liga: unsere Mannschaft hat noch einiges Potential nach oben. Unsere Torhüter Sven
und Ingo sind alle beide absolut Konkurrenzfähig in der Liga. An ihnen lag es am wenigsten, obwohl sie in 16 Spielen 46 mal den Ball aus den Maschen holen mussten. Unsere Abwehr ist in der
derzeitigen Konstellation für die A-Liga nicht sattelfest. Was in der B-Liga eher die Ausnahme war, wird hier jeden Spieltag aufs Neue gefordert, schnelles und energisches handeln, ohne
unfair zu sein. Die Handlungsschnelligkeit geht unserer Abwehr noch in vielen, dann oft spielentscheidenden, Fällen ab. Die Platzverweise sprechen eine eindeutige Sprache. Das Mittelfeld hat an
guten Tagen alles richtig gemacht, sehr oft wird aber zu viel auf Einzelleistung gesetzt. Das gilt auch für unseren Sturm. Nicolai liegt mit bisher 17 Treffern in der Torjägerliste auf Platz 3.
Gemessen an den Chancen ist es aber für ihn zu wenig und bei verbessertem Miteinander hätte die Trefferzahl von Thomas Sch., Andre und Dennis mit je 6 Treffern auch höher sein können. Wenn
Mittelfeld und Sturm zusammen, den Ball laufen lassen, was die technischen Möglichkeiten durchaus hergeben, sind wir mit Sicherheit nicht schlechter wie die Konkurrenz der Liga. Die
Ersatzbank passt sich immer an das Spielgeschehen an, aber sie ist selten in der Lage, das Spiel maßgeblich zu beeinflussen. Unterm Strich stehen 4 Siege, 4 Unentschieden und 8 Niederlagen bei
einem Torverhältnis von 38:46. 38 Tore würden zu einem guten Mittelfeldplatz reichen, 46 Gegentore kehren das aber wieder um. So gehen wir vom 13. Platz aus in die Rückrunde. Alles in allem ist
das noch ausbaufähig und wir sollten mit dem Erreichten trotzdem zufrieden sein. Mannschaft und Trainer wissen, wo sie ansetzen müssen. Wenn uns in der Rückrunde wieder 4 Siege gegen die hinter
uns platzierten Mannschaften gelingen, sollte der Klassenerhalt möglich sein. Hier noch ein Wort zu unseren Zuschauern. Nachdem wir nun alle Mannschaften mit ihren Zuschauern gesehen haben,
dürfen wir uns bei unseren Zuschauern bedanken. Die immer vorhandene Zuschauerzahl, egal ob zuhause oder auch als Fans bei Auswärtsspielen, ist in der Bilanz aller Zuschauer ganz weit oben
anzusiedeln. Wenige Mannschaften können sich auf so viele Anhänger stützen. Danke an die vielen Dauerkarteninhaber und insbesondere auch an die große Anzahl weiblicher Fans, die nahezu kein Spiel
auslassen.

Nicht zu vergessen in der Bilanz der Vorrunde, sind die vier Pokalspiele. Das vordringen bis ins Halbfinale war ein toller Erfolg.
Schade nur, dass nach drei siegreichen Auswärtsspielen (Emsdorf, Rauschenberg und Rosphe) das ausscheiden im Halbfinale ausgerechnet beim einzigen Heimspiel gegen Bauerbach erfolgte. Keiner hätte
erwartet, dass die Pokalsaison so erfolgreich verlaufen wäre.

Ebenfalls soll hier erwähnt werden, dass der Umbau des Vereinsheims uns die komplette Vorrunde begleitete. Auch hier wurde eine
sensationelle Leistung abgeliefert. Es sind noch wenige Details fertig zustellen und schon jetzt können wir auch hier stolz auf das erreichte sein. 

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