Spvgg. – SV Schönstadt 5:0 (1:0)

Spvgg. – SV Schönstadt 5:0 (1:0)

Rotation auf dem Feld und auf der Trainerbank war das Motto des Mittwoch-Spiels. Brian überließ heute Urlaubsbedingt dem Ex-Coach Reinhard die Aufgabe an der Seitenlinie. Wieder im Tor mit Robin, den der Chronist schon unters Messer geschrieben hatte. Es war lediglich eine private Verpflichtung, die ihm die Teilnahme im Derby verhinderte. Das muss im Amateursport einfach mal drin sein. Heute fehlten Thorsten (krank) und Yannik (zunächst auf der Bank). Also, los ging’s mit Robin im Tor, Tim, Till und Dominik in der Abwehr. Daniel, Janis, Kosta und Dennis im Mittelfeld. Wie gewohnt Nicolai als Sturmtank, assistiert von André und Robin. Klar, dass sich diese Konstellation erstmal einspielen musste. In den ersten 20 Minuten fehlte bei dem ein oder anderen Akteur das genaue Zuspiel zum Mitspieler, nicht zuletzt stand Schönstadt bei Ballbesitz der grün-weißen massiert in der eigenen Hälfte. Nicolai hatte in der 20. Minute die erste ernsthafte Einschussmöglichkeit, fand aber den Gästetorwart auf dem Posten. Kurz danach eine Ecke für uns, die zu kurz abgewehrt wurde und zum am 16er bereitstehenden André kam. Kurz Maß genommen und durch die vielbeinige Abwehr hindurch, flach links zum 1:0 verwandelt (23. Minute). Der Schuß passte maßgenau. In der 31. Minute dann ein fast geklärter Ball, Daniel war schon auf dem Weg aus dem Strafraum heraus, als er zu Fall gebracht wurde. Konsequenz und ohne Diskussion, Elfmeter. Ein Fall für Nicolai – aber nicht heute Abend. Schwach geschossen, Torwart in der richtigen Ecke, stark pariert. Mund abputzen, weiter geht’s. Bis zur Halbzeit blieb es bei dem 1:0.

Unsere Platzkassierer waren heute wieder auf Zack. Nachdem im letzten Heimspiel zur Pause schon ein Großteil der Messe gelesen war und die ersten Zuschauer frühzeitig ihren Platz an der Seitenlinie räumten, wurde heute mit dem Pausenpfiff die Eintrittsgeld-Runde gedreht. Es war ja für beide Mannschaften noch alles möglich.

Zur zweiten Halbzeit räumte Dominik, nach starkem Spiel das Feld. Für ihn kam Marcel, der das fortführte, was Dominik in der ersten Halbzeit getan hatte. Die beiden ackerten von Grundlinie bis Grundlinie und ihre Gegenspieler hatten Schwerstarbeit zu leisten. In der 48. Minute war es Kosta, der sah dass der Torwart etwas weit vor dem Tor stand. Sein Kunstschuss klatschte gegen die Querlatte. Kurz danach die einzige gelbe Karte des Spiels für einen Gästespieler nach einem Halten im Mittelfeld. Dennis zwang den Gästetorwart in der 59. Minute zu einer Glanzparade. Sein wuchtiger Schuss wurde gerade noch so aus dem Knick gefischt. Klasse Aktion von beiden. Die größte Chance zum Ausgleich hatten die Gäste in der 62. Minute auf dem Fuß. Mit etwas Glück wurde nur ne Ecke daraus. Reinhard brachte in der 63. Minute Yannik für Daniel. Vielleicht der Knackpunkt des Spiels in der 67. Minute. Kosta vertändelte den Ball im Mittelfeld, setzte energisch nach, holte sich den Ball zurück, sah Nicolai startbereit und spielte genau in die Lücke. Mit einem bärenstarken, explosiven Antritt flitzte Nicolai dem Ball hinterher, schaute wo der Torwart stand und lupfte den Ball über ihn hinweg zum 2:0 ins Netz. So ein Ball gelingt nicht immer und jedem. André ließ sich nicht lange bitten und legte kurz danach (76.) ebenfalls für Nicolai auf. Auch in dieser Situation kamen Abwehr und Torwart zu spät. Bis sie die Situation erfasst hatten, zappelte der Ball zum 3:0 schon im Netz. Auch hier zaghafte Versuche, die Aktion als abseits darzustellen, wurden zu Recht nicht anerkannt. Nun hatte Nicolai zweimal geknipst und zum Dank holte er sich in der 79. Minute noch einen Assist ab. Er spielte einen perfekten Pass auf Dennis, der dankend annahm und den Ball aus vollem Lauf ins lange Eck drosch. Auch dieser Spielzug zum 4:0 ist in der Spezialitätenabteilung ganz oben im Regal zu finden. Danach wechselte Robin mit Nils. Robin hat irgendwie die Lust am Fussball wieder gefunden. Wo er sonst mit sich selbst und allem drum herum unzufrieden war, gibt er jetzt Gas ohne Ende. Den Robin haben wir lange vermisst. Klar der Drops war gelutscht, aber Yannik und Nils hatten noch ein Schmankerl parat. Die beiden wirbelten in der 87. Minute durch Gegner und 16er. Es ging alles so schnell, dass kein Zugriff gelang. Nils legte sich dann die Kugel zurecht und schloss mit wunderbarem, unhaltbaren Effet-Schuss ab. Besser konnte der Abschluss zum Spielende nicht sein. Ein verdienter Sieg gegen einen Gegner der sich lange wehrte, aber die Überlegenheit doch anerkennen musste. Mit dem 5:0 konnten die Kontrahenten zufrieden sein. Unsere Zuschauer, Spieler und Interims-Trainer waren es jedenfalls. 

Bereits am Samstag spielen wir gegen die FSG Südkreis, die sich heute mit einem 11:0 gegen Hatzbach den Frust der 5:2 Niederlage in Mardorf von der Seele schoss. Es wird kein Selbstläufer, mit konzentriertem Spielangang sollte aber auch gegen die FSG Südkreis etwas zu holen sein. Unsere Reserve wird am Samstag ebenfalls gefordert. Die Reserve der FSG rangiert mit 3 Siegen aus 4 Spielen auf Tabellenplatz 2. Werden sicher wieder enge Spiele. Auf geht’s, Spvgg.!

Tischtennis – war’s das?

Tischtennis – war’s das?

Heute mussten wir unsere Tischtennis-Mannschaft aus der gerade begonnenen Spielzeit zurückziehen. Leider ist der Spielerkader krankheitsbedingt so stark zusammen geschrumpft, dass ein regulärer Spielbetrieb nicht mehr möglich ist. Es wäre schade, wenn die stolze Ära der Tischtennis-Abteilung so enden würde.

Spvgg. – RSV Roßdorf 5:1(3:1) Derbysieger!!

Spvgg. – RSV Roßdorf 5:1(3:1) Derbysieger!!

Auf Wunsch unserer Nachbarn wurde das Spiel auf Samstag vorverlegt. Es bot sich an, nachdem vergangene Woche die Flutlichtanlage auf LED umgerüstet worden ist.

Die erste Elf die Brian heute auf den Platz schickte, sah Ingo wieder zwischen den Pfosten. Robin muss nun operiert werden und wird sicher ein paar Wochen in Rekonvaleszenz sein. Von hier aus gute Besserung, Robin. In die Verteidigung rückte Till. An seiner Seite Yannik, Tim und Tristan. Davor das Mittelfeld mit Kosta, Thorsten und André. Im Sturm, wie gewohnt, Robin, Nicolai und Dennis. Entscheidend war heute, dass unsere Spieler zwar nominell einen Platz, wie geschildert, hatten. Doch selten wurde so weit vom Ausgangsplatz wie heute gearbeitet.

Die ersten 30 Minuten waren von gegenseitigem abtasten geprägt. Dies durchaus mit Vorteilen für die Gäste, die in der Abwehr gut standen und immer wieder mit klugen Pässen den Platz weit machten. Die erste viel versprechende Chance hatte Robin in der 23. Minute, der aus gut 20 Meter nur den Pfosten traf. Die erste Gelegenheit des RSV in der 27. Minute, machte Dennis zunichte. Als Rechtsaußen 5 Meter vor der eigenen Torlinie eine Hereingabe sauber abzugrätschen, war genau das, was Trainer und Zuschauer sehen wollten. Kurz danach ging der RSV nach einem weiten Einwurf in Führung. Yannik verlängerte den Ball per Kopf, Ingo konnte nur abklatschen, den frei vor der Torlinie liegenden Ball ins Netz zu schubsen war keine große Kunst, man muss halt da sein. Noch war der Live-Ticker nicht fertig geschrieben, da klingelte es auch schon auf der Gegenseite. Kosta spielte unmittelbar nach dem Anstoß diagonal auf Dennis, der klug zurück auf André, und schon zappelte der Ball im Netz. Von diesem Schlag erholte sich der RSV nicht. Auf einmal öffneten sich Räume, die vorher zugestellt waren. In der 42. Minute passte Kosta genau dort hinein, Nicolai zündete den Turbo und alleine vor dem Torwart legte er klug vorbei, 2:1 für uns. Nicht genug, nächstes Tor in Minute 44. Jetzt war es André der Nicolai losschickte. Nicolai machte den Ball fest, schaute, legte den Ball für André zurück und der schwartete den Ball aus 18 Metern humorlos und unhaltbar ins Netz. Damit ging’s in die Pause.

Roßdorf kam mit neuen Kräften und wollte das Spiel herumreißen. Doch dann kam zunächst die Erleuchtung in Form einschalten der neuen Flutlichtanlage. Die neue Beleuchtung ist einiges heller, wie die alte Anlage die nahezu klaglos 40 Jahre das Maß der Dinge war. Ob es daran lag, dass es in der zweiten Halbzeit hitziger wurde? Es wurde auf beiden Seiten die Körpersprache etwas deutlicher. Unnötig natürlich ein Schubser an der Seitenlinie auf Höhe Mittellinie, der brachte gelb für Robin. 5 Minute später wurde er im Mittelfeld umgesenst, gelb für den RSV. Alles in allem hatte jede Mannschaft am Ende 3 gelbe Karten auf der Habenseite. Für ein Derby eher unterdurchschnittlich. In der 66. Minute der Auftritt von Dennis. Ein Ball der unerreichbar schien, holte er von der Grundlinie, passte scharf nach innen und fand Nicolai. Der zog sofort ab, 4:1 – Danke, Bitte! Die Heimzuschauer tobten. Kurz danach war Schluss für Dennis, der unter donnerndem Applaus ausgewechselt wurde. Für ihn kam Tristan, der endlich wieder Fußball spielen wollte. In der 72. Minute dann ein Schmankerl von André an der Außenlinie. Mit dem Ball am Fuß lockte er drei Gegenspieler an, lupfte den Ball kurz zu Thorsten, der flankte in die Mitte auf den freistehenden Nicolai, rumms 5:1. Das ging ja sehr einfach. Danach wurde es noch etwas hektisch, die Zuschauer der Gäste forderten bei jeder Aktion gelbe Karten für unsere Spieler. Das war aber nur Strohfeuer und verstummte dann doch. Der Spielstand war zu eindeutig und die ersten enttäuschten RSV-Anhänger verließen das Sportgelände. Es wurde dann noch durchgewechselt, aber der Torhunger war gestillt. Am Ende ein deutlicher, in der Höhe nicht erwarteter Derbysieg. Alle Zuschauer sprachen von einem gutklassigen A-Liga-Spiel mit einem verdienten Sieger. Allerdings können sich die Mannschaften nichts davon kaufen, geht es doch nach der Vorrunde wieder bei Null los. Eines lässt sich konstatieren, beide Mannschaften sollten in der Aufstiegsrunde anzutreffen sein.

Bereits am Mittwoch erwarten wir Schönstadt und am Samstag gastiert der Südkreis bei uns. In beiden Spielen wird die Mannschaft gefordert sein, sich nicht auf den vergänglichen Lorbeeren von heute auszuruhen. Aber Derbysieger ist Derbysieger! Auf geht’s, Spvgg.!